Bequemer Arbeitsplatz – auch zuhause

Ergonomie am Schreibtisch 

Richtige Sitzhaltung bei der Arbeit am Computer

Mit dem Notebook auf dem Sofa aus oder gar bäuchlings auf dem Teppich: Das funktioniert für den schnellen Ausflug ins WWW, doch nicht, wenn Sie länger am Computer arbeiten wollen. Auch in den eigenen vier Wänden trägt ein auf Ihre Bedürfnisse abgestimmter Schreibtisch dazu bei, dass die Arbeit leicht von der Hand geht. Die richtigen Lichtverhältnisse und ein bequemer Sitzplatz sorgen dabei für eine angenehme und entspannte Atmosphäre.

Ein Tisch mit genug Platz nicht nur für Monitor, Maus und Tastatur, sondern auch für Unterlagen und Schreibgeräte ist ein Muss. Dazu gehört ein ergonomischer Schreibtischstuhl. Nicht umsonst sind in Büros solche Stühle seit Jahren vorgeschrieben: Mehr als 80 Prozent der Bevölkerung klagen mindestens einmal im Leben über Rückenschmerzen, und falsches Sitzen ist die Hauptursache dieser Beschwerden. Entscheidend ist, dass der Stuhl durch eine Synchronmechanik mit flexibel gelagerter Sitzfläche und Rückenlehne „dynamisches Sitzen“ ermöglicht.

Sitzen und Bewegen

Dehnübungen zur Entlastung der Muskeln und der Wirbelsäule

Beim dynamischen Sitzen be- und entlasten Sie Muskeln und Wirbelsäule durch eine häufig wechselnde Sitzhaltung auf natürliche Weise. Kauern Sie nicht die ganze Zeit über der Tischplatte. Lehnen Sie sich immer wieder einmal zurück – das ist nicht nur gut für den Rücken, sondern entspannt durch die größere Entfernung zum Bildschirm auch die Augen. Ohnehin sollten Sie ab und an Ihren Blick schweifen lassen, denn beim Fokussieren auf den Nahbereich leisten die Augenmuskeln Schwerstarbeit. Unterbrechen Sie „Dauersitzungen“ durch gelegentliches Aufstehen, etwa für Telefonate, oder Arbeit am Stehpult.

Stimmen Sie die Höhe von Tisch und Stuhl so aufeinander ab, dass Sie bei aufrechter Sitzhaltung ihre Füße flach auf den Boden stellen und Ihre Unterarme locker auf die Arbeitsplatte legen können. Idealerweise sollten ihre Ober- und Unterarme dabei ebenso einen rechten Winkel bilden wie Ihre Ober- und Unterschenkel: So sitzen sie stabil und entspannt und schränken die Durchblutung Ihrer Beine nicht ein.

Licht und Schatten

Eine wichtige Rolle spielt das Licht am Arbeitsplatz, egal ob Tageslicht oder künstliche Beleuchtung. Lichtreflexe auf dem Monitor strengen die Augen ebenso an wie Schummerlicht. Auf keinen Fall sollte der Bildschirm die einzige Lichtquelle im Raum sein. Positionieren Sie Schreibtisch und Rechner so, dass Sie blendfreies, aber ausreichend helles Licht haben. Fenster sollten sich am besten seitlich Ihrer Blickrichtung befinden. Den Lichteinfall können Sie über Vorhänge oder Jalousien steuern. Spezielle Jalousien erlauben es mit unterschiedlich einstellbaren Lamellen etwa Tageslicht an die Decke zu lenken, die Sonne auf Augenhöhe aber abzuschatten.

Bei künstlicher Beleuchtung können Sie indirekte Lichtquellen wie Deckenfluter mit Punktstrahlern und Schreibtischleuchten kombinieren, die ihr Licht präzise auf die Arbeitsfläche werfen. Stellen Sie Ihren Monitor so auf, dass Sie ihn komplett im Blick haben, ohne den Kopf drehen zu müssen. Auch wenn Monitor- und Notebook-Hersteller mit dem Designerschick und brillanterer Farbdarstellung hochglänzender Displays werben: Entspiegelte Bildschirme bereiten Ihnen bei der Arbeitsplatzgestaltung und der späteren Arbeit entschieden weniger Kopfschmerzen. Vergessen Sie nicht, dass auch große Farbflächen wie Teppiche und bunte Anstriche Einfluss auf die Lichtstimmung eines Raumes haben.

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